Behandlungsschwerpunkte
In meiner Praxis werden Beschwerdebilder und Krankheiten behandelt, die mit Hilfe Ärztlicher Psychotherapie erfolgreich behandelbar sind. Dazu zählen zum Beispiel akute Krisen, depressive Krankheitsbilder, Angst- und Zwangserkrankungen, körperliche Einschränkungen ohne bestehende Organschädigung sowie sexuelle Funktionsstörungen.
Auslöser, Lebensumstände und Einflussfaktoren können dabei sehr unterschiedlich sein. Ebenso die daraus resultierenden Symptome, Beschwerden und Einschränkungen.
Manchmal sind die auslösenden Faktoren deutlich erkennbar, wie der Verlust einer wichtigen Bezugsperson, Veränderung des beruflichen Umfelds oder das Erleben einer traumatischen Situation.
Manchmal liegen Veränderungen oder Ereignisse vor, die überhaupt nicht negativ sind, wie etwa der Übergang in eine andere Lebensphase (z.B. Beginn des Studiums, oder Übergang ins Rentenalter), die aber dennoch „einiges auslösen”.
Und manchmal sind solche Umstände überhaupt nicht zu erkennen und es bestehen Symptome, ohne dass man sich deren Ursprung erklären könnte.
Auch die Symptome können sehr unterschiedlich sein und ergeben bei erster Betrachtung nicht immer Sinn.
Mögliche Symptome sind zum Beispiel Niedergeschlagenheit, Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit. Fehlende Motivation, aktiv das eigene Leben zu gestalten. Es können Ängste oder Panik vor bestimmten Situationen auftreten, oder auch ein ganz generelles Gefühl der Verunsicherung und Ängstlichkeit.
Häufig zeigen sich Symptome im sozialen Umfeld, wie ein genereller sozialer Rückzug, oder Ängste, nicht so angenommen oder gemocht zu werden, wie man ist. Gerade letzteres ist häufig assoziiert mit körperbezogenen Unsicherheiten und Ängsten um das eigene Erscheinungsbild bzw. Aussehen.
Und auch körperliche Symptome und Einschränkungen, die auf den ersten Blick nichts mit der Psyche zu tun haben, spielen häufig eine Rolle.
So liegt ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit in der Behandlung körperlicher Symptome und Einschränkungen, welche nicht unmittelbar auf eine Erkrankung oder Fehlfunktion des entsprechenden Organs zurückzuführen sind. Häufige Symptome dieser Kategorie sind z.B. eine Schwindelsymptomatik, Herzklopfen oder Herzrasen, Verdauungsschwierigkeiten, Missempfindungen oder Bewegungseinschränkungen. Ebenso Symptome, die zu Einschränkungen der Sexualität führen, wie z.B. Potenzschwierigkeiten oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Es wird deutlich, dass eine Auflistung aller Krankheitsbilder und Beschwerdekombinationen an dieser Stelle nicht möglich ist. Auch wenn Sie sich in der obigen Auflistung mit Ihren Beschwerden nicht unmittelbar wiedergefunden haben, zögern Sie nicht, Kontakt aufzunehmen. In einem persönlichen Gespräch können wir Ihre Symptome besprechen und klären, ob eine Behandlung mittels ärztlicher Psychotherapie möglich und sinnvoll ist.
Klimakrise
Einen gesonderten Abschnitt möchte ich an dieser Stelle dem Thema der Klimakrise widmen. Wir alle sind aufgerufen und kommen letztlich nicht daran vorbei, uns mit diesem überwältigenden, existentiellen Thema aktiv auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt auch auf einer persönlichen Ebene. Dabei ist mittlerweile nachgewiesen, dass die Konfrontation mit der Klimakrise und den Folgen für unsere Lebensgrundlage zu Belastungs- und Überlastungssymptomen führen kann. Ängste, Grübelgedanken, Paniksymptome, sozialer Rückzug, Verzweiflung, Hilflosigkeit und vieles mehr.
Wenn Sie solche, ähnliche oder auch andere Symptome verspüren und darüber sprechen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf und wir vereinbaren einen zeitnahen Termin in meiner Sprechstunde. Gerne möchte ich Sie dabei unterstützen, einen aktiven Weg der Auseinandersetzung und eine innere Haltung zu finden, die es Ihnen erlaubt, mit größtmöglicher Aktivität, Selbstbestimmtheit und Symptomfreiheit voranzugehen.
Behandlungsangebote
Für eine Behandlung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, was den Rahmen („das Setting”) angeht. Diese sind im Folgenden kurz aufgelistet und zusammengefasst. Die Wahl und die Planung des für Sie passenden Verfahrens ist Teil der ersten Phase der Therapie. Erstkontakte finden immer im Einzelkontakt statt. Mehr zur therapeutischen Methode erfahren Sie unter Über mich.
Einzeltherapie
Eine Therapiestunde findet im direkten Gespräch statt. Wir sitzen uns dabei gegenüber. Sie dauert 50 Minuten und findet üblicherweise wöchentlich oder 14-tägig statt. Wenn die äußeren Umstände es ermöglichen und es sinnvoll ist, kann eine Einzeltherapie auch videotelefonisch stattfinden. Sie nehmen die Therapiestunden dann von zu Hause aus wahr.
Nach einem ersten Kontakt im Rahmen der Ärztlichen Sprechstunde finden die sogenannten probatorischen Sitzungen statt (bis zu 4 Therapiestunden). Darin explorieren wir Ihre Symptomatik und Lebenssituation genauer, definieren Therapieziele und planen den therapeutischen Weg. Gleichzeitig lernen wir uns dabei besser kennen und schauen, ob die Chemie stimmt. Typischerweise beginnen wir mit einer Kurzzeittherapie von maximal 12 bis 24 Therapiestunden. Bei Bedarf können weitere Anträge für eine längere Therapie gestellt werden. Details zur Kostenübernahme finden Sie unter Für wen?
Gruppentherapie
Die Gruppentherapie findet in einer Gruppengröße zwischen 3 und 9 Patient*innen und 1–2 Therapeut*innen statt und dauert in der Regel 100 Minuten.
Zunächst findet, wie auch bei der Einzeltherapie, ein Kontakt im Rahmen der Ärztlichen Sprechstunde statt. Wenn die Symptomatik bzw. das Krankheitsbild eine Indikation für eine Gruppentherapie darstellt, werde ich dies mit Ihnen besprechen.
In der psychodynamischen Gruppentherapie gelten die gleichen therapeutischen Grundsätze bzw. die gleiche therapeutische Haltung wie in der Einzeltherapie. Der Rahmen, in dem Sie sich mit Ihren Problemen auseinandersetzen, beinhaltet zusätzlich aber den Austausch und das (geschützte) soziale Miteinander mit den anderen Teilnehmer*innen. Sie werden hinter individuellen Problemen Mechanismen grundlegenderer menschlicher und zwischenmenschlicher Konflikte erkennen, die zum Verständnis des Problems beitragen. Parallelen und Unterschiede im Umgang mit diesen Konflikten zwischen den Teilnehmer*innen herauszuarbeiten und neue Lösungswege zu finden ist Teil des gruppentherapeutischen Ansatzes.
Weiterhin ist die therapeutische Gruppe eine soziale Erfahrung an sich. Unterstützung, aber auch Konfrontation und Konflikt zu erleben, auszuhalten und einen Umgang damit zu finden und diese Erfahrungen auf den Alltag zu übertragen, stellen einen weiteren Schwerpunkt der Gruppentherapie dar.
Gruppentherapie ist dabei kein Ausweichverfahren, sondern eine in ihrer Wirksamkeit der Einzeltherapie ebenbürtige, wissenschaftlich gut untersuchte Methode mit eigenen therapeutischen Qualitäten. Da mehrere Patient:innen gemeinsam behandelt werden, lässt sich häufig auch kurzfristiger ein Platz anbieten als in der Einzeltherapie.
Paartherapie
Die Paartherapie ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Leistung, welche von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Entsprechend können nur Angebote für Selbstzahler gemacht werden. Sprechen Sie mich gerne an.
Ärztliche Entspannungstherapie
Methoden der Ärztlichen Entspannungstherapie, wie beispielsweise medizinische Heilhypnose oder Progressive Muskelrelaxation im Einzelsetting, werden von mir hauptsächlich als Ergänzung einer regulären Gesprächstherapie angeboten.

